Paradox of Choice

2013-09-18
Barry Schwartz behauptet in seinem Buch 'Paradox of Choice', dass eine große Auswahl an Möglichkeiten Menschen eher unglücklich als Glücklich macht.

Barry Schwartz behauptet in seinem Buch “Paradox of Choice”, dass eine große Auswahl an Möglichkeiten Menschen eher unglücklich als Glücklich macht. Als Beispiel wird ein Experiment angeführt, wo Menschen in einem Geschäft Marmelade probieren konnten. Einmal standen 24 Sorten zur Wahl, einmal 6 Sorten. Im zweiten Fall haben 30% der Kunden eine Marmelade gekauft, im ersten nur 3. Barry Schwartz behauptet also, es sei sinnvoll, sich bei den wichtigen Lebensbereichen Optionen offen zu lassen, und bei den unwichtigen keine Option zu haben. Mönche zählen statistisch zu den glücklichsten Menschen (kennt jemand einen Beleg?), vielleicht weil sie weniger Optionen haben, wie sie Ihr Leben gestalten? Ich denke, dass es nicht die Möglichkeiten sind, die einen unglücklich machen, sondern die Komplexität, die einen Menschen stresst. Wenn man eine Wahl hat, dann kann es sein, dass es eine Menge Pros und Contras gibt, die es zu beachten gilt. Wenn man dann noch in Zeitnot ist, dann entsteht über die Komplexität aus einer Wahlmöglichkeit Stress. Man kann diesen Stress umgehen, indem man manche Entscheidungen automatisiert oder delegiert. Bei unwichtigen Entscheidungen kann man einfach den Zufall entscheiden lassen. Bei anderen Fragen kann man einen Computer benutzen (günstige Angebote) oder jemanden beauftragen. Mehr Automatisierung hat auch den Vorteil, dass man Stress vermeidet, der durch das Gefühl, etwas vergessen zu haben entsteht.